Botschaft des Weihbischofs

Firmung in St. Margaretha

Firmvorbereitung 2021 - Gemeinsam ist mehr möglich!

Da unsere Gesellschaft und ganz besonders die Lebenswirklichkeit der heutigen Jugendlichen immer vielfältiger wird, haben die Kirchengemeinden St. Agatha in Mettingen und St. Margaretha in Westerkappeln entschieden, gemeinsam mit einem ganz neuen Konzept darauf einzugehen. Verantwortlich geleitet wird die Firmkatechese in Zukunft von den beiden Pastoralreferenten Josef Jans-Wenstrup und Stefan Wessels.


Es wird nicht mehr die eine Firmvorbereitung geben, sondern verschiedene Vorbereitungswege an unterschiedlichen Orten und mit wechselndem zeitlichen Umfang. Diese werden auch inhaltlich ganz verschieden sein und so die jungen Menschen auf ihre je eigene Weise ansprechen und im Glauben voranbringen. 


Dabei wird es einen klassischen Weg mit wöchentlichen Gruppenstunden zu verschiedenen Themen geben und auch einen mit Tagestreffen am Wochenende, an denen eher spielerisch mit Übungen gearbeitet wird. Des Weiteren findet eine Firmfahrt auf den Spuren des Heiligen Martin statt. (Mehr Infos zur Fahrt gibt es hier.) Ferner wird es einen liturgischen und einen kirchenmusikalischen Zugangsweg geben, bei denen sich die TeilnehmerInnen auf ganz eigene Weise den Inhalten nähern. Und auch ein Weg mit größerem digitalen Anteil ist geplant, bei dem die Jugendlichen zeitlich flexibler sind.


Allen Vorbereitungswege gemein sind die Ziele: Anhand verschiedener Beispiele werden die Jugendlichen Texte der Bibel und unseren Glauben kennenlernen und mithilfe engagierter Christen ihren eigenen Glauben entwickeln.


Nach Ostern werden alle katholischen Jugendlichen der beiden Kirchengemeinden, die zwischen dem 1. Juli 2005 und dem 31. August 2006 geboren wurden angeschrieben und zu einem Infotreffen am 27. April eingeladen. 


Die Firmfeiern finden dann am 11. Dezember um 15.00 Uhr in der St. Margaretha-Kirche in Westerkappeln und um 18.00 Uhr in der St. Agatha-Kirche in Mettingen statt.

Das Sakrament der Firmung

Die Firmspendung will die Taufe vollenden und besiegeln, sie gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Einführungssakramenten (Initiation). Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: "Durch das Sakrament der Firmung (lat.: = confirmatio; griech.: = myron) werden die Getauften vollkommener (als durch die Taufe) mit der Kirche verbunden; sie werden reich ausgestattet durch eine besondere Kraft des Heiligen Geistes, und sie werden strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zu verbreiten und zu verteidigen."

Die Spendung der Firmung geschieht, wie das Neue Testament berichtet, durch Handauflegung, wobei der Bischof spricht: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Aus dem Osten kam der Gebrauch des Öles hinzu, die Salbung mit dem Chrisam.

Spender der Firmung ist der Bischof, der auch einen Priester beauftragen kann.

Der Firmling wird durch einen Paten vorgestellt, der selbst gefirmt sein muss. Eltern können aber auch selber ihre Kinder zur Firmung führen.

Wann der richtige Zeitpunkt für den Empfang der Firmung ist, wird heute viel diskutiert. Im 13. Jahrhundert wurde die Firmung, die bis dahin gleich nach der Taufe gespendet wurde, auf das siebte Lebensjahr verschoben.

Die Praxis in Deutschland zielt heute auf einen Zeitpunkt gegen Ende des Pflichtschulbesuches als Entlassung ins tätige Leben. Seelsorger beklagen, dass die Firmung immer mehr zu einem Anlass wird, bei dem Jugendliche die Kirche zum letzten Mal von innen sehen, ähnlich der Konfirmation im evangelischen Bereich.


Quelle: Dorn, Anton Magnus; Eberts,Gerhard (Hrsg.), Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996.