Firmung in St. Margaretha

Firmvorbereitung wird neu aufgestellt

Unsere Gesellschaft verändert sich, sie wird immer vielfältiger. Das betrifft auch, wenn nicht ganz besonders, unsere Jugendlichen. Darum möchten wir, die Kirchengemeinden St. Agatha in Mettingen und St. Margaretha in Westerkappeln zusammen mit einem ganz neuen Konzept darauf eingehen. In Zukunft werden wir verschiedene Zugangswege zur Firmung anbieten, auf denen die jungen Menschen auf möglichst gute Weise auf ein Leben im und aus dem Glauben vorbereitet werden. Das kann geballt in einer Woche oder auf einem Pilgerweg sein oder auch bei einzelnen Treffen oder in einem ganz anderen zeitlichen Rahmen.
Aber auch die Art der Vorbereitung wird unterschiedlich sein. Denn dem einen liegt es mehr, sich in Gesprächsrunden den Themen zu nähern, anderen fällt es durch gemeinschaftliche Erfahrungen oder in Bewegung leichter. Wahrscheinlich gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten. Die beiden Pastoralreferenten Josef Jans-Wenstrup und Stefan Wessels überlegen zurzeit, welche Möglichkeiten das neue Konzept den Jugendlichen bieten soll. Neben verschiedenen Ideen gibt es bereits ein konkretes Projekt: Vom 6./7. bis zum 15. August 2021 wird eine Fahrt auf den Spuren des Heiligen Martin angeboten. Zusammen mit Pastor Buddenkotte und einigen Katecheten können 12 Jugendliche die Orte kennenlernen, die der bekannte Heilige geprägt hat. Wer sich das vorstellen kann, sollte den Termin schon jetzt in den Kalender eintragen, es ist die letzte Woche der Sommerferien.
Die katholischen Jugendlichen der beiden Kirchengemeinden, die zwischen dem 1. Juli 2005 und dem 31. August 2006 geboren sind, haben in den letzten Wochen eine Karte mit den ersten Informationen zur Firmvorbereitung bekommen. Über einen QR-Code können sie sich bereits jetzt registrieren, um alle neuen Mitteilungen sofort zu erfahren. So wächst das Konzept im Austausch mit den Jugendlichen. Sollte jemand in dem Zeitraum geboren sein und keine Karte bekommen haben, so melde er/sie sich gerne bei einem der beiden Verantwortlichen.
Um ein möglichst gutes Konzept zu erstellen und verschiedene Zugangswege zu ermöglichen, braucht es Menschen, die den Jugendlichen ein wenig von ihrem Leben zeigen und darüber sprechen mögen! Deshalb sind alle Interessierten beider Kirchengemeinden und darüber hinaus, eingeladen, das neue Konzept mit Leben zu füllen.
Weitere Informationen erhalten Sie bei den beiden Pastoralreferenten
Josef Jans-Wenstrup
(janswenstrup-j@bistum-muenster.de, 05452-932464)
Stefan Wessels
(wessels-s@bistum-muenster.de, 0175-8772887)

 

Das Sakrament der Firmung

Die Firmspendung will die Taufe vollenden und besiegeln, sie gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Einführungssakramenten (Initiation). Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: "Durch das Sakrament der Firmung (lat.: = confirmatio; griech.: = myron) werden die Getauften vollkommener (als durch die Taufe) mit der Kirche verbunden; sie werden reich ausgestattet durch eine besondere Kraft des Heiligen Geistes, und sie werden strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zu verbreiten und zu verteidigen."

Die Spendung der Firmung geschieht, wie das Neue Testament berichtet, durch Handauflegung, wobei der Bischof spricht: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Aus dem Osten kam der Gebrauch des Öles hinzu, die Salbung mit dem Chrisam.

Spender der Firmung ist der Bischof, der auch einen Priester beauftragen kann.

Der Firmling wird durch einen Paten vorgestellt, der selbst gefirmt sein muss. Eltern können aber auch selber ihre Kinder zur Firmung führen.

Wann der richtige Zeitpunkt für den Empfang der Firmung ist, wird heute viel diskutiert. Im 13. Jahrhundert wurde die Firmung, die bis dahin gleich nach der Taufe gespendet wurde, auf das siebte Lebensjahr verschoben.

Die Praxis in Deutschland zielt heute auf einen Zeitpunkt gegen Ende des Pflichtschulbesuches als Entlassung ins tätige Leben. Seelsorger beklagen, dass die Firmung immer mehr zu einem Anlass wird, bei dem Jugendliche die Kirche zum letzten Mal von innen sehen, ähnlich der Konfirmation im evangelischen Bereich.


Quelle: Dorn, Anton Magnus; Eberts,Gerhard (Hrsg.), Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996.